Wohnen in Deutschland - der Podcast

Wohnen in Deutschland - der Podcast

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:08: Herr Reinspaziert, Herr Warnicke.

00:00:10: Hallo, Herr Flüggel!

00:00:11: Lange nicht gesehen?

00:00:12: Lange

00:00:12: noch nicht gesehen.

00:00:13: Herzlich willkommen auch liebe Hörerinnen und Hörern.

00:00:16: nach einer etwas längeren Rose... Oh, Sie sind

00:00:18: konservativ geworden, Herr Flügge.

00:00:20: Früher waren es liebe Hörende.

00:00:22: Das heißt sie machen jetzt einen Schritt zurück, gendern nicht mehr.

00:00:25: Guck an.

00:00:26: Ob das jetzt ein Schritt nach vorne oder nach hinten ist oder zur Seite, ist mir eigentlich relativ egal.

00:00:31: Ich mach jetzt schon mal den... Sie

00:00:32: haben jetzt Prinzipien.

00:00:33: Ich wollte gerade sagen, ich mache den ersten Schritt auf der Liste.

00:00:37: Wie häufig unterbricht mich der Warnicke und ich kann jetzt gleich noch den zweiten machen.

00:00:41: Bitte!

00:00:43: Herr Warnica?

00:00:45: Wir kommen heute zusammen zwei Tage nach einer denkwürdigen Wahl in Berlin.

00:00:53: Und jetzt könnte man sagen, Berlin ist eigentlich auch nur ein Bundesland von vielen in Deutschland.

00:00:57: aber sie haben da gewählt... Der Verband sitzt hier, ist auch die Bundeshauptstadt.

00:01:04: Und manchmal – ob das gut oder schlecht?

00:01:07: Das werden wir heute noch herausfinden – haben ja solche Wahlen auch Signalwirkungen für die Zukunft.

00:01:14: und jetzt frage ich Sie einfach mal was haben Sie denn eigentlich gewählt?

00:01:17: Was ich gewählt habe, aber das behalte ich ein bisschen für mich Wahlgeheimnis Aber ich will nicht extrem, sagen wir es mal so.

00:01:23: Also

00:01:23: sie wählen weder rechts links oben unten noch sonst irgendwas.

00:01:27: Haben wir uns natürlich alle schon gedacht.

00:01:28: So alt wie ich bin, wähle ich glaube ich ganz normal.

00:01:32: Ich wollte ja ein bisschen persönlich einsteigen, wenn Sie jetzt nicht verraten wollen was sie wählen.

00:01:35: Dann können Sie vielleicht eine andere persönliche Anekdote aus Ihrem Leben erzählen damals?

00:01:40: Sie sind ja nicht aus Berlin im Gegensatz zu mir.

00:01:42: Damals als Sie nach Berlin gekommen sind das war so kurz nach einem Krieg und wie also nach dem Zweiten Weltkrieg.

00:01:50: Wie

00:01:51: sind

00:01:51: Sie denn da in ... Was war dann Ihr persönliches Erlebnis an das Sie sich gerne zurück erinnern?

00:01:55: Jetzt insgesamt!

00:01:57: Als Sie nach Berlin gekommen ist... wie war das so?

00:02:02: Oh Gott, das will ich.

00:02:03: Das weißt du schon gar nicht mehr.

00:02:04: Das ist so lange her.

00:02:05: Ich bin in der Berliner und was ich immer noch weiß... Ich bin damals hergezogen, hatte so einen Sprinter gehabt, damals auch nicht.

00:02:14: Also so ein

00:02:15: Kastenwagen

00:02:16: nannte man das genau?

00:02:18: Er hatte den Schreibtisch meines Großvaters dabei, der ungefähr achtzig Jahre vor mir mal in Berlin gelebt hat zum Studium.

00:02:25: Und mit dem bin ich dann einmal durchs Brandenburger Tor gefahren.

00:02:28: Also mit dem Kastenwagen und dem Schreibtische.

00:02:30: Da konnte man in eine Richtung durchfahren.

00:02:32: Weil ich von Westenkram nach Mitte gezogen bin musste ich extra Richtung Osten am Brandenburg-Tor vorbeifahren.

00:02:40: Dann eine Schlaufe drehen zurück wieder nach Westen fahren um den ganzen Graben durchzukriegen und so ist mein Hausstand einmal komplett durchs brandenburger tor gefahren.

00:02:47: Das ist ja eigentlich ein sehr, wahrscheinlich positive Eindruck der erste Eindruck.

00:02:50: Damals

00:02:50: war das alles ganz wunderbar!

00:02:52: Als ich jung war... Früher war alles besser, wissen wir ja.

00:02:55: Und

00:02:56: heute, Herr Warnecke?

00:02:57: Heute ist die Stimmung sehr gedrückt und ich muss sagen, ich habe in den letzten achtundvierzig Stunden unglaublich viel Kontakt zu Menschen gehabt.

00:03:05: Freunden, Bekannten, Kollegen mit denen ich zum Teil halbes Jahr keinen Kontakt mehr hatte Alle, die es dringende Bedürfnisse haben sich auszutauschen.

00:03:16: Sich mit anderen zu unterhalten.

00:03:18: wie geht es in Berlin weiter wenn wir tatsächlich eine Regierung geführt von der Linkspartei bekommen?

00:03:25: Also liebe Hörerinnen und Hörern Sie haben sicherlich alle in den deutschen Medien gelesen und irgendwie mitbekommen Die Partei Die Linke hat hier in Berlin Richtig abgeräumt, ja.

00:03:35: Mit mehr als... Ja, aufs Fünfundzwanzig

00:03:37: Prozent.

00:03:37: Knapp

00:03:37: sechsundzwanzich Prozent.

00:03:38: Und das Erstaunliche ist bei den Jungwählern fünfzig Prozent?

00:03:41: Ja,

00:03:41: bei denen bis sechsund zwanzig glaube ich so sieben ... Und es gab eine wirklich Rekordverdächtige Wahlbeteiligung von seventy vier Prozent.

00:03:51: Also sind mehr Menschen denn je an die Walurne gegangen.

00:03:55: seit langer Zeit, für Berliner Verhältnisse ist aber auch ein Trend den wir in den anderen Bundesländern also Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt jetzt auch in den letzten Wochen erlebt haben.

00:04:08: Jetzt leben ja in Berlin nicht ganz so viele Eigentümer wie im Bundesschnitt.

00:04:11: Wir sind hier eine Mieterstadt, aber trotzdem gibt es viele und sehr treue Haus- und Grundmitglieder.

00:04:17: Und das ist für die besonders brisant dieses Ergebnis.

00:04:21: Warum?

00:04:22: Weil jetzt ganz klar gegen Eigentümarinnen und Eigentömer gearbeitet wird – weil gegen Egentum und damit auch gegen ... Freiheit gearbeitet wird.

00:04:32: Und es begrenzt sich nicht nur auf die Enteignungsdebatte, die wir haben sondern ein ganz, ganz langes Potpourri an Maßnahmen das jetzt auf den Weg gebracht wird und da hat ja dann zum Beispiel auch der Vorgängersenat mit der Einführung des Mietenregisters dem Ball auf den Elfmeter Punkt gelegt.

00:04:50: Es gehen viele davon aus, dass dieses Mietenregister noch für ganz andere Zwecke von den Linken verwendet wird.

00:04:56: Das werden ganz, ganz dunkle Zeiten die auf die Berliner und Berliner zukommen wenn es tatsächlich unter Federführung der Linkspartei läuft wovon ich ehrlich gesagt ausgehe?

00:05:04: Also

00:05:05: jetzt mal eins nach dem anderen.

00:05:06: also Die Linke ist in den Wahlkampf gegangen und hat gesagt sie möchte groß immobilieren Konzerne für Gesellschaften

00:05:14: So.

00:05:14: Die sagen natürlich vergesellschaften und sie folgen dem brav, dass es wie dies gendern Herr Flügger das man so versucht mit der Masse mitzulaufen.

00:05:23: also die wollen enteignen.

00:05:26: Sie sagen das Wort nur nicht weil sie Angst haben, dass die Enteignung sie zu teuer.

00:05:31: Das wollte

00:05:31: ich jetzt angehalten

00:05:32: werden.

00:05:32: Und deswegen wird dieses so verbrähmt.

00:05:34: Das klingt ja auch so toll für Gesellschaften.

00:05:37: Also für mich klingt das jetzt ehrlich gesagt von der Wohnung.

00:05:39: Also

00:05:39: sie wollen entteignen ganz

00:05:41: klar.

00:05:42: Wollte jetzt gar nicht verharmlosen im Gegenteil.

00:05:44: Ich wollte Ihnen ja auch die Gelegenheit geben, das auszubreiten.

00:05:47: Ach

00:05:48: so natürlich!

00:05:50: Absichtlich was Falsches gesagt damit ich Sie verbessern kann.

00:05:53: Na

00:05:53: ja gut als Freunden.

00:05:54: Braut man ja gar nicht auf wie nun der rechtliche Prozess etikettiert ist und Abläufe wollen wir heute noch nicht eingehen.

00:06:00: aber sie haben jetzt schon in ihrer gewohnt sympathischen Art viele Sachen da zusammengeschmissen.

00:06:04: Ich habe eigentlich

00:06:09: nur Ihre Frage beantwortet.

00:06:11: Auf das Thema Enteignung?

00:06:13: Und Sie haben gesagt, also der vorherige Senat ... Das war ja ein schwarz-roter CDU und SPD, also CDU geführter Senat.

00:06:21: Der hat auch schon eine Maßnahme hier in Gang gesetzt die nicht unbedingt eigentümerfreundlich ist.

00:06:26: Also

00:06:27: das Mietenkatasta.

00:06:27: Das sogenannte

00:06:28: Mieten-Katasta können Sie jetzt auch nochmal einsetzen.

00:06:33: Vermietende Eigentümer registrieren muss mit seinen Mietwohnungen und der Miethöhe.

00:06:37: Und es soll angeblich nur zu Transparenz Zwecken dienen, aber faktisch ist das natürlich die Grundlage um eine völlige Datenbasis über alle Eigentums- und Mietverhältnisse in Berlin zu bekommen.

00:06:50: Und damit kann man dann natürlich ganz gezielt Maßnahmen ergreifen.

00:06:55: Das wird genau das sein was die Linkspartei anstrebt.

00:06:58: Aber

00:06:58: da müssen wir uns jetzt gar nicht länger und breiter aufhalten, weil im Prinzip egal welche Partei hier in Berlin regiert oder irgendwie mehr oder weniger mit am Drücker ist für private Eigentümer.

00:07:14: und das Bild noch ein bisschen größer zu machen ist eigentlich schlecht.

00:07:16: Ich glaube die... Das ist das was mich am meisten verstört.

00:07:19: ich weiß nicht ob es wieder ein Problem des Berliner Schulsystems ist aber die fehlende Folgenabschutzungsfähigkeit der Wählerinnen und Wähler, die die Linkspartei nach oben getragen haben.

00:07:31: Das ist für mich jetzt erstmal in diesem ersten Moment wo wir noch keine konkrete Maßnahme haben das was mich wirklich erschüttert.

00:07:38: zu glauben dass diese ganzen Maßnahmen die die linkspartei vorgestellt hat Dass die ohne Wirkung bleiben Ist das es noch nicht mal das kann man doch nicht mal sagen bestenfalls naiv.

00:07:49: das ist einfach nur grotendum.

00:07:51: also ein Beispiel Wenn man nur ein bisschen mal aufmerksam irgendein oder auch ein linkes Qualitätsmedium verfolgt hätte, es weiß jeder.

00:08:01: Das Signal was hier von ausgeht ist wenn man unternehmerisch in Berlin tätig ist kann es sein dass der Staat eingreift und einem dieses Unternehmen wechnet.

00:08:11: Es beginnt mit Wohnungsunternehmen.

00:08:14: Es kann aber auch irgendwie anders geartet sein und das wiederum bedeutet Jeder normal denkende Mensch der heutzutage Global, wir sind in einer globalen Welt.

00:08:25: Man fährt nicht nur nach Bali im Urlaub, kann auch jemand aus Bali investieren oder jemand aus Deutschland sagt ich investiere lieber in Bali ist auch kein Problem.

00:08:34: Lange Rede kurzer Sinn.

00:08:36: es macht überhaupt keinen Sinn mehr wenn man noch ein bisschen Geld hat dieses in Berlin zu investieren und zwar weder in Wohnraum noch in einen sonstigen Wirtschaftsbetrieb.

00:08:46: weil wer sagt einem denn dass die Linke bei Wohnraum aufhört und nicht sonst weitermacht?

00:08:50: Morgen ist es vielleicht bezahlbarer Essen- oder Lebensmittel, staatlich hergestellt zu haben.

00:08:56: Und jetzt kommt's!

00:08:58: Wir kennen in Deutschland vielleicht noch oder wissen es... Wahrscheinlich gar nicht mal alle, weil es auch nicht so relevant ist.

00:09:05: Dass es einen Berliner Parlament gibt und eine bezirksverordene Versammlung und dass es eine Bundesregierung und ein Bund gibt.

00:09:11: aber ich kann Ihnen nicht sagen wie die Struktur des das Gemeinwesens zum Beispiel in Japan ist.

00:09:17: wenn mir jemand sagt in Tokio kannst du enteignet werden dann lebe vermute ich erstmal nicht weil ich da ein Desinteresse habe sondern weil ich einfach nicht weiß dass man in ganz Japan enteignet werden kann.

00:09:27: Und genau das passiert jetzt auch, kannst du in Berlin enteignet werden?

00:09:31: Kannst du in ganz Deutschland enteinten werden?

00:09:32: Das hier ist ein massiver Schaden für jeden einzelnen Einwohner dieses Landes.

00:09:38: Jetzt ist es noch nicht so weit also wir sind zwei Tage nach der Wahl da wird ja möglicherweise die nächsten Wochen und vielleicht sogar auch Monate dann noch gerungen.

00:09:45: in Koalitionsverhandlungen Warten wir mal ab, wer sich da wirklich zusammentut.

00:09:50: Also es gibt ja auch noch die Möglichkeit dass die CDU und jetzt muss sie reinfolgerichtig machen nach den Wahlergebnissen CDU Grüne und SPD eine Koalition bilden.

00:09:59: Auch rechnerisch noch möglich.

00:10:00: Glauben Sie das?

00:10:01: Frag ich mal zurück.

00:10:03: also ganz ehrlich so weit links wie die Berliner SPD steht und die Berlina Grünen stehen Wie sollen die sich da mit der City Riding?

00:10:11: Ja, also weiß ich nicht.

00:10:12: Wir sind ja hier in diesem Podcast nicht um Glaubensfragen zu behandeln sondern würde ganz gern nach Kenntnis gehen und für mich ist es erstmal rechnerisch möglich.

00:10:20: Und der Spitzenkandidat der SPD hat ja schon zum Ausdruck gebracht dass er die Enteignung Dann sag ich es jetzt mal richtig, nicht vergesellschaftlich sondern Enteignungsmaßnahmen nicht mitmachen würde.

00:10:30: So, jetzt können wir uns abendführend darüber unterhalten in die Fern der Typ, der ja nun schlecht abgeschnitten hat für die SPD auch noch federführendernd in der Rolle bleibt oder...

00:10:38: Das können wir ganz kurz machen!

00:10:40: Der hat den der Berliner SPD nisch zu sagen.

00:10:42: Ja genau er kommt eben aus Niedersachsen.

00:10:44: deswegen.

00:10:45: aber Das stimmt, das stimmt.

00:10:48: Macht ihn

00:10:48: jetzt erstmal sympathisch?

00:10:49: Ja ja, so ist auch wieder nicht.

00:10:51: Aber er hat in der Berliner

00:10:53: SPD nichts

00:10:54: zu sagen.

00:10:56: Nein also deswegen wir werden uns ja in Kürze dann hier wieder treffen und können über den Stand der Dinge beziehungsweise möglicherweise schon über einen Abschluss der Koalitionsverhandlungen sprechen.

00:11:06: Ich möchte aber etwas aufgreifen was Sie gerade gesagt haben und in Ihrer üblichen Teil sympathisch... naja wir lassen es mal mit der Wertung Polemik.

00:11:14: Sie haben gesagt, das ist ein Problem des Berliner Schulsystems.

00:11:18: Ja offensichtlich!

00:11:21: Mir liegt es schon am Herz, mit Ihnen noch mal darüber zu reden wie sich auch das Bild von Berlin in den letzten Jahren und da ist jetzt vielleicht diese Wahl ein Ausdruck davon.

00:11:29: Meinen Sie ich habe doch einen objektiven Blick auf die Stadt Berlin?

00:11:32: Das glaube ich nicht!

00:11:33: Ja trotzdem sind sie ja trotzdem vielleicht legitimiert...

00:11:36: Teil des Ganzen oder so, ja.

00:11:37: Wir sind

00:11:37: nicht nur Teil des Gans, sondern vielleicht sind sie auch legitimierter drüber zu sprechen.

00:11:41: Oder wenn falls nicht, vielleicht haben wir trotzdem darüber los.

00:11:43: Zumindest

00:11:44: fühle ich mich berufen Herr Kluge.

00:11:46: Also sagen wir mal so Das haben wir hier in diesem Podcast schon bei Leibe weit ausgebreitet.

00:11:53: Also es gibt gegenüber Berlin viele Vorurteile, die sich auch im Teil bestätigen und es gibt viel... also fassen wir uns mal unter diese Glocke Berlin-Bashing!

00:12:02: Und da sind sie ja weit mit dabei so.

00:12:05: Und diese Wahl, die muss man sagen, bestätigt da auch manchmal einen Blick drauf aber dieses Klischeeprogramm irgendwie musst du das doch mal langsam aufhören weil an vielen Stellen bestätigt sich das doch eigentlich nicht.

00:12:20: Also ich sage Ihnen ganz ehrlich, ich hätte mir hier in Berlin auch viel vorstellen können aber das tatsächlich die SED-Nachfolgepartei.

00:12:27: Hier drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall wieder an die Spitze der Regierung gewählt wird überschreitet tatsächlich meine Vorstellungskraft und ich weiß auch... Ich verstehe dass das Thema Bauen und Wohnen eine Herausforderung für diese Stadt ist.

00:12:45: was aber völlig gefehlt hat, war der Wille zum demokratischen Diskurs und das werfe ich jetzt gerade mal nicht in der Linkspartei vor sondern allen anderen Parteien.

00:12:54: Man hätte schon, nehmen wir mal diese Geschichte vom Tempeloverfeld als Bauland.

00:12:59: nur, man hätte vor zwei Jahrzehnten glaube ich vielen Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt erklären können dass man einen Teil bebauen möchte und dass man ein bisschen Wohnraum braucht und sich das anbietet wenn man nur die Parkplätze wo jetzt immer die Wohnmobile stehen Flughafenfeld bebaut oder dass man dieses Gebäude, ich meine es ist noch ein Nazi-Bau der auch echt nicht schön ist mal abreißt anstatt das Ding für hunderttausende Euro jedes Jahr zu zu beheizen und unter Denkmalschutz zu stellen.

00:13:27: Und man kann's überhaupt nicht nutzen.

00:13:28: Der hat mir überall Wohnraum hinbauen können und es hat der damalige Senat schon versäumt den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären, dass man da ein bisschen was machen möchte und das Ergebnis war, dass alle gesagt haben bevor dieser verrückte Senat irgendwas macht Dann stimmen wir mal lieber gegen die Bebauung des Temploverfeldes.

00:13:45: Heute scheint es dann eine Mehrheit zu geben, die sagt, wir hätten das mal lieber oder wir sollten das jetzt mal lieber tun.

00:13:51: Aber der entscheidende Punkt ist, es ist tatsächlich eine Folge von jahrelanger Misswirtschaft und ich sage es jetzt mal so deutlich in der Berliner Verwaltung, die dazu geführt hat dass man, dass die Bürgerinnen und Bürger überhaupt keine Vertrauen mehr in die Verwaltung, in deren, in die Projekte dieser Verwaltung haben.

00:14:09: Und die haben vor zwanzig Jahren den ersten Miss gemacht übrigens auch ganz gezielt die Linkspartei, die damals die Wohnungsbestände verrammst hat.

00:14:18: ich glaube der Durchschnittspreis der Wohnungen, die man heute zurückenteignen will im Verkauf damals sagt bei acht tausend Euro.

00:14:26: Das ist nicht schwarz rot rum?

00:14:28: Nein das war rotrot!

00:14:29: Der Wirtschaftsszenator damals hieß Achtung Gregor Gizzi.

00:14:33: Ach, da war das aber nur drei Monate.

00:14:35: Der war es nicht sonderlich lang, der ist glaube ich über eine Auna-Affäre gestolpert.

00:14:39: Nee, er hatte einfach keinen Lust mehr oder keine Lust mehr.

00:14:41: Die Opposition ist einfacher, da kann er immer rum plärmen und dann macht er ja immer noch... Ich habe mir am Wahlabend gesehen unglaublich völlig verblendet bis zum letzten Tag.

00:14:51: wie dem auch immer sei!

00:14:53: Der hat die Dinger verkauft.

00:14:54: jetzt Könnte man so hellerhaltig ihn übrigens nicht und strategisch sagen, der hat das die ganze Zeit lang geplant.

00:15:04: Und schon vor zwanzig Jahren mit der Absicht verkauften um eine Wohnungsmarktkrise herbeizuführen, um dann heute endgültig die Macht für seine Parteien an sich reißen zu können?

00:15:12: Glaube ich aber nicht!

00:15:13: So clever war er nicht.

00:15:14: Auf jeden Fall die gesamte Misere ist politisch und auch von dieser Verwaltung der Stadt Berlin stark mit beeinflusst.

00:15:22: und dass die menschen verzweifelt sind das verstehe ich ja auch noch so.

00:15:26: und dann kommt eben auch noch dazu, dass in der neu medialen welt die wir so haben neuland hat angela Merkel gesagt tatsächlich die linkspartei schafft mit einfachen billigsten parolen die menschend abzuholen.

00:15:41: Obwohl es mir völlig unklar ist wenn man mal eine sekunde drüber nachdenkt wüsste man das funktioniert so nicht.

00:15:48: also trotzdem ist es ja Weiterhin so, das macht es jetzt mal ein bisschen vereinfacht.

00:15:55: Nach wie vor wollen ja alle nach Berlin!

00:15:59: Das habe ich schon lange nicht mehr gehört.

00:16:01: Also klarer Widerspruch.

00:16:03: Die Stadt hat einen Zuzug...

00:16:08: Wer ist denn für Sie?

00:16:09: Na ja deswegen hab' ich's gesagt, wir machen es eben vereinfach.

00:16:12: Wir haben nach wie vor zuzug nach Berlin.

00:16:14: Das

00:16:14: mach sein aber es wollen nicht mehr alle nach Berlinen.

00:16:19: Ich lasse Sie doch auch Ihre vereinfachten Floskeln hier an vielen Stellen durchgehen.

00:16:24: Jetzt müssen sie mir auch mal diesen Punkt geben, also Berlin

00:16:26: ist

00:16:27: nach wie vor attraktiv für Deutsche und Ausländer zum Zuzug, für Touristen und trotzdem wenn sie hier sind beschweren sich dass die Stadt angeblich so dysfunktional sein.

00:16:38: ganz ehrlich da würde ich tatsächlich an der Stelle widersprechen.

00:16:42: Ich habe die Zahlen nicht, aber rein subjektiv in meiner Wahrnehmung.

00:16:46: Wenn man vor zehn Jahren gesagt hat, ich lebe in Berlin, oh toll und bin stolz, bin ich gerne!

00:16:51: Wenn man heute sagt, ich leb in Berlin ja wollen sie wegziehen?

00:16:53: Ja, warum gibt es denn die starke Nachfrage nach Wohnraum?

00:16:58: Weil wir

00:16:58: eine wachsende Bevölkerung haben durch Zuwanderung und die verteilt sich überall hin.

00:17:02: und das ist ja nun auch, ich sage jetzt mal wenig überraschend... Wenn ich in die USA auswandern würde, welche Städte kenne ich denn?

00:17:10: New York, Miami, Tralala.

00:17:11: Aber es gibt über sixhundert Hannover wie meine Heimatstadt in den USA von denen kenn'n ich sechshundert nicht.

00:17:20: Schließlich zu ergreifen weil das zum Teil kleine Käfer mit zwölf Einwohner sind... Ich weiß aber wirklich nicht!

00:17:27: Wie ich dahin kommen würde, also würde man doch in die großen Städte gehen.

00:17:29: Also das Zuzug internationaler in die Großstädte und dann nach Berlin stattfindet

00:17:34: ist normal.

00:17:34: Aber nicht weil Berlin attraktiv

00:17:36: ist?

00:17:36: Natürlich!

00:17:36: Sie tun so als wäre der Zuzuge nach Berlin verunfallt, weil die Leute sehen dass es die größte Stadt in Deutschland... Da muss ich jetzt mal hier sozusagen den...

00:17:46: Jetzt kommt dir Berliner Herz durch.

00:17:48: Nein,

00:17:48: aber das ist ja Quatsch!

00:17:50: Wir

00:17:50: können einen kleinen Umfrager machen.

00:17:51: die Leuten können uns von unten in die Kommentare rein posten.

00:17:54: wer will noch Berlin?

00:17:55: Wer kennt noch jemandem der nach Berlin will?

00:17:57: Ja also ich würde mich dann lieber an die Fakten halten.

00:18:03: Aber gleich da dieses so über Berlin wird als dysfunktionale Stadt gesprochen.

00:18:09: Das mit dem Flughafen, das waren diese Aster.

00:18:11: Aber Stuttgart-Einundzwanzig ist auch ein Großprojekt dieser Aster – die Elbphilharmonie genauso!

00:18:17: Jetzt habe ich neunlich gelesen und das haben Sie sicherlich mitbekommen... Gab's ja dieses Problem mit diesen Rolltreppen an allen Berliner Bahnhöfen, ne?

00:18:25: Und da gab es in bundesweiten Medien...

00:18:26: Das gibt das immer noch.

00:18:27: Ja, ja.

00:18:28: Ich steige Südkreuz ein und da müssen sie ziemlich lange die Treppe hoch.

00:18:33: Die

00:18:33: Medien sind voll davon, dass in Berlin die Rolltreppe nicht funktionieren.

00:18:36: Die Realität ist nur leider so ein Hersteller mit einem Fabrikat der in ganz Deutschland verbaut wird.

00:18:40: Also die Rolltreppen funktionieren in ganz Deutschlands nicht.

00:18:43: Nur die Medien berichten weil es ins Bild passt über die Dysfunktionalität nur in Berlin darüber.

00:18:48: Also

00:18:49: jetzt aber ganz ehrlich, ich kann Ihnen in Berlin diverse Bahnhöfe nennen wo die nicht funktionieren.

00:18:56: Ich komme ja viel durch Deutschland überwiegend mit der Bahn und da sehe ich das nirgendwo.

00:19:02: Ja also jetzt kommen wir zum Anekotische.

00:19:04: Wo wollen Sie denn hinauf?

00:19:06: Ich möchte mit Ihnen erörtern inwiefern dieses Problem oder dieses Problem Berlin in Deutschland existiert.

00:19:14: Ich

00:19:15: glaube das Problem Berlin wird gerade richtig groß, denn das was ich eingangs schon gesagt habe.

00:19:23: Berlin wird wahrgenommen wegen seiner Größe weil die meisten Menschen in diesem Land mit Berlin etwas verbinden es kennen und jetzt wird hier eine Politik gemacht auf die viele gucken und sich fragen kann man das hinterher kopieren?

00:19:39: Ist das etwas was ihr nachmachen könnt dass das eine das zweite ist wenn In einer kleinen Stadt oder einem kleineren Bundesland, ohne jetzt hier jemandem Saarland ärgern zu wollen.

00:19:50: Wenn die dort enteigneten würden würde das wahrscheinlich medial nicht um die Welt gehen.

00:19:54: Absolut richtig!

00:19:55: Dass in Berlin enteignant wird geht medial um die welt und genau das ist das Problem.

00:20:00: Berlin hat auch eine Symbolfunktion nicht nur für Deutschland sondern für Europa und ist sichtbar in der Welt.

00:20:09: Und bei der Frage funktioniert es jetzt?

00:20:10: Oder funktioniert das jetzt nicht werden wir schmerzliche Einschnitte spüren und die gehen ab heute los.

00:20:19: Denn der Punkt ist ja, wenn Sie jetzt Geld anlegen wollen ob das nun Ihr Erspartes von tausend Euro ist oder als Konzern zehn Millionen Euro oder weil sie ein Fonds sind und große Immobilienbestände investieren wollen eine Milliarde Euro Warum?

00:20:36: Um Himmels Willen sollten Sie das Risiko in Berlin und gedanklich vielleicht auch dann in der Folge in ganz Deutschland eingehen.

00:20:44: Da sagt doch jeder normal Menschen, der denkende Mensch gut meine tausend Euro die spare ich jetzt nicht.

00:20:49: da mache ich mal einen schönen Urlaub.

00:20:52: Pop!

00:20:52: Woche Mallorca wunderbar dann kann mir die Linke das nicht mehr wegnehmen.

00:20:56: und wenn ich mehr Geld habe dann gebe ich das Geld halt irgendwo anders aus aber nicht mehr hier.

00:21:03: und dass in einer Situation wo es deutschland wirtschaftlich ich sag mal so vorsichtig nicht gerade rosig geht ist eine Verkettung von Umständen und einer Reihe von Signalen, die absolut nach hinten losgeht.

00:21:17: Und wenn wir die Situation haben dass man in der Schule lernen könnte das es noch nie funktioniert hat mit dem Kommunismus oder Sozialismus?

00:21:25: Noch nie!

00:21:27: Weil's am Menschen scheitert Dann glaube ich Haben wir vielleicht... nehm' ich mich mal mit rein Auch als Elterngeneration oder ältere Generation versagt Denn, als ich hier in deiner Sitzung aus der Stadt gestorben bin, konnte man sehr genau ansehen was Sozialismus aus ihr gemacht hat.

00:21:49: Und dass das vergessen ist?

00:21:52: Wahnsinn!

00:21:53: Warnlosigkeit!

00:21:54: Werden Sie denn als Haus und Grund oder auch Ihr berufliches Umfeld noch darauf hinwirken, dass möglicherweise eine Regierung aus CDU plus X, also CDU angeführt, in die Regierung kommt?

00:22:10: Haus und Grund wirkt nicht auf spezifische Regierungen hin.

00:22:14: Wir sind für unsere Mitglieder da, und wir werden alles tun, dass die Eigentümerinnen und Eigentömer, liebe Haus- und Grund organisiert sind auch durch diese Phase einigermaßen sicher durchkommen.

00:22:25: Wir werden uns mit den Gesetzgebungsvorhaben hier im Land Berlin auseinander setzen.

00:22:30: Die Berliner Kolleginnen und Kollegen machen das.

00:22:32: es gibt auch schon Den Werbeblock.

00:22:34: gönne ich mir mal von den Berliner Kollegen ein dicker Anleitung zum Umgang mit diesem Transparenzregister, mit allen Tipps und Tricks.

00:22:43: Die kann man da erwerben, kann nicht nur jedem empfehlen für das eigene Kapital, kostet zwölf Euro das bestangelegte Geld überhaupt.

00:22:53: Das ist was wir tun und machen können und wir werden natürlich jeden gesetzlichen Schritt, der hier eingeleitet werden soll genau beobachten.

00:23:01: Was ich jetzt schon ganz verdächtig finde nach dieser ganzen jahrelangen Rumtöne-Reihe der Linken dass sie jetzt auf einmal schon sagen ja das wird vermutlich mehrere Jahre dauern sogar die hier wurde rbb Info Radio gehört.

00:23:14: sogar da sagt man schon Ja es wird vermutlich lange dauern.

00:23:17: so bereitet die Leute schon darauf vor, es könnte ein paar Jahre daueren vielleicht länger als die Legislaturperiode damit wir in fünf Jahren nochmal die Linkspartei wählen können weil der formvoll endete Sozialismus immer noch nicht geschaffen worden ist.

00:23:29: Es ist gruselig!

00:23:30: Aber das haben wir jetzt auch gelernt an der derzeitigen Bundesregierung, wenn man was verspricht und es nicht einhält dann wird man doch relativ schnell vom umgeduldigen Wähler abgestraft.

00:23:40: Tja... Das mag... Also mir fehlt da letztlich die Idee, denn wer soll dann irgendwann noch gewählt werden?

00:23:50: Wir brauchen jetzt irgendwie mal Pragmatiker.

00:23:52: Ich bin kein Freund von diesen... ich glaube war ja in Italien mal angedacht so eine Regierung oder hatten sie mal so eine Regierung von Experten

00:23:59: oder Bürokraten?

00:24:01: Das funktionieren auch nicht.

00:24:02: Ich glaube wir müssen zurück dazu dass man einfach den Menschen in diesem Land wieder mehr vertraut und nicht probiert alles durchzureglementieren, alles zu regulieren bis zum geht nicht mehr.

00:24:13: Weil nur der deutsche Beamte weiß wie man das Leben auch leben kann.

00:24:16: Erwanicke, zum Abschluss... Wie könnten Sie sich denn noch mit Berlin versöhnen?

00:24:23: Ja wenn ich Ihnen jetzt sage, auch ganz persönlich, dass ich mich schon mal gefragt habe ob ich hier beerdigt liegen möchte dann bin ich schon zu einem klaren Neinkommen.

00:24:31: also Ich hab' das Thema eigentlich abgehakt.

00:24:34: Also sie wollen nicht mal auf Berliner Grund begraben werden

00:24:38: Richtig.

00:24:38: Sondern

00:24:39: Ich habe mich derzeit, da hab ich noch familiäre Differenzen für eine Seebestattung zu haben.

00:24:47: Aber dann auch ist wäre das auf dem Berliner See möglich?

00:24:50: Oder sind Sie... Ich

00:24:50: glaube es ist auf dem berliner See nicht möglich.

00:24:52: Nee aber wenn es möglich wäre

00:24:54: also bei dem Wasserstand den wir da haben ist er wahrscheinlich nach einem Jahr zugeschüttet dann der Wannensee.

00:25:02: Also das aber wenn das möglich wäre wär mir das sogar noch einigermaßen egal.

00:25:06: aber ich stelle mir das schön

00:25:08: so.

00:25:08: Atlantik vor.

00:25:09: Dann

00:25:09: sollten wir vielleicht Ihre Frau nächstes Mal hier einladen und können mir dieses Thema noch weiter aufbohren Herr Warnicke, aber dann habe ich ja noch.

00:25:15: nehm ich nochmal eine Aufgabe für mich mit.

00:25:17: Vielleicht schaffe ich es ja noch in den nächsten Jahren Sie mit Berlin zu versöhnen.

00:25:22: Trauen sie mir zu?

00:25:23: Ich traue Ihnen vieles zu!

00:25:24: Vielleicht können Sie mir mal einen Berliner Wein kredenzen.

00:25:27: das wäre doch mal zur Abwärtsform was

00:25:29: Sie werden lachen.

00:25:30: Es gibt denen nämlich am Kreuzberg.

00:25:32: Ja also dann

00:25:33: Also

00:25:33: schießen Sie los

00:25:34: Zum Wohl Herr Wernicke Vielen Dank.

Über diesen Podcast

Das Thema Wohnen wird gegenwärtig kontrovers diskutiert. Zu Recht? Wie steht es wirklich um die Kosten und den Klimaschutz? Wie werden wir morgen in Stadt und Land zusammenleben? Diesen und weiteren Fragen gehen wir auf den Grund und geben Einblicke, wie die Politik das Wohnen in Deutschland beeinflusst. Jedem Thema ist eine Episode gewidmet - kurz und kritisch. Es diskutieren Kai Warnecke (Präsident von Haus & Grund Deutschland) und Maximilian Flügge.

von und mit Kai Warnecke, Maximilian Flügge, Gordon Gross

Abonnieren

Follow us